Gyrus Gyros 001: Sex mit Möbelstücken

Um die Zeit zum nächsten Kapitel zu überbrücken präsentieren wir euch hier einen recht schön feinen Dialog zu einem Thema was uns alle zutiefst bewegt.

ceratool: „Sex mit Möbelstücken, was halten sie davon?“

enricogermano: „Sex mit Möbelstücken ist die einfachste Form, Liebschaften aufrecht zu erhalten. Pflegeleicht, weich, warm, stillschweigend und eher ungelenk bei der Flucht. Ich bin PRO Sex mit Möbelstücken.“

ceratool: „Zählen Instrumente wie Klaviere, Pianos und Orgeln auch zur Kategorie der Möbelstücke? Sie haben ja durchaus auch einen dekorativen Zweck.“

enricogermano: „Pianos würde ich anhand meiner ersten Wahrnehmung durchaus dazu zählen. Orgeln hingegen sind wohl eher als Blasinstrument zu betrachten, wenn auch auf mechanische Weise was sie als längerfristigen Partner eher ausschließen.“

ceratool: „Empfinden Sie das nicht als Diskriminierung der Orgel an sich?“

enricogermano: „Ist das nicht das wundervolle an Möbelstücken? Sie empfinden keine Scham und auch nicht das Gefühl der Diskriminierung. Sie warten gedultig an Ort und Stelle darauf, dass man sie verwendet. In welcher Form auch immer.“

ceratool: „So einigen wir uns also auf den Konsens, dass Möbelstücke durchaus also gute Partner für den Geschlechtsakt in Erscheinung treten können, aber als Partner für eine emotionale Beziehung eher ungeeignet scheinen?“

enricogermano: „Das war zunächst nur auf die Orgel bezogen. Betrachten wir mal ein Klappsofa. Es ist nicht nur dafür gebaut, sondern hat auch jede Ambition, beim Akt unten zu liegen. Die vielen Falten und Kissen, sowie Einschubmöglichkeiten bieten eine Menge Freiheit, was die sexuelle Auslebung angeht. Für 60% der Männer ist das schonmal ein wichtiger Faktor in einer Beziehung. Zuhören kann so ein Klappsofa auch. Es steht einfach da! Wartet jeden Abend auf den Partner, was durchaus Vertrauen und wohltuende Routine bedeuten kann. Wenn es allerdings um Disko- oder Kinobesuche geht, spielen da ganz andere Interessen mit ein. Hier muss die Zukunft zeigen, was die Beziehung nun tatsächlich zusammenhält. Teilt man das Interesse eines gemeinsamen Fernsehabends, oder fordert der Mensch die zwingende Zugehörigkeit einer Gruppe in der Öffentlichkeit?!
ceratool: „Angemerkt werden sollte hierbei, dass ein Klappsofa auch nur schwerlich salonfähig präsentiert werden kann. Es passt weder so recht in einen Smoking noch in eine adrettes Abendkleid. Was uns zur nächsten Problematik führt. Wie stellt man das Geschlecht eines, wie in ihrem Beispiel genannten, Klappsofa fest? Natürlich bietet es vielerlei Vorzüge für den männlichen Homosapiens, aber wie ist es bei den Frauen? Und ist ein Klappsofa, respektive Möbelstück, überhaupt in der Lage seine Einwilligung zum Geschlechtsakt zu geben? Oder handelt es sich hier um einen Fall von sexuellen Missbrauch?“
enricogermano: „Entschuldigen, Sie, wenn ich mich irre und eine falsche Unterstellung tätige. Aber ich habe das Gefühl, dass Sie das ganze Thema ins Lächerliche ziehen wollen. Wenn ich Wert auf ein Kleid oder einen Anzug legen würde, würde ich Menschen lieben, aber ich MAG die Bezüge und die feinen Verzierungen von Möbelstücken jeglicher Art. Entgegen Ihrer Annahme, gehe ich von einer Tatsache aus, dass synthetische Produkte, oder eben auch verarbeitete Waren keine Gefühle in der uns zugänglichen Form empfinden. Aber sie sind immer für mich da…“
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